Winternächte auf Teneriffa haben eine ganz besondere Klarheit. Hoch oben im Teide-Nationalpark, über einem Großteil von Dunst und Lichtverschmutzung, wirkt der Himmel oft schärfer, tiefer und deutlich dreidimensionaler als auf Meereshöhe. Und in diesem Winterhimmel gibt es ein Sternbild, das sowohl leicht zu erkennen ist als auch viele lohnende Ziele für Fernglas und Teleskop bietet: Auriga – der Fuhrmann.
Dieser Leitfaden hilft dir dabei, das Sternbild Auriga zu identifizieren, seine Mythologie zu verstehen und es als „Einstieg“ zu Deep-Sky-Objekten zu nutzen, die du von Teneriffa aus beobachten kannst. Außerdem ist der Text auf die wichtigsten Suchabsichten hinter Suchanfragen wie „constellation of auriga“, „charioteer constellation“ und „constellations auriga“ optimiert.
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Das Sternbild Auriga (Der Fuhrmann)
Auriga ist ein Sternbild der Nordhalbkugel und vor allem bekannt durch Capella, einen der hellsten Sterne am Nachthimmel. Capella ist der hellste Stern in Auriga und gehört zu den auffälligsten „Winter-Leuchtfeuern“ für Beobachter in Großbritannien und Europa.
Wenn du von Teneriffa aus Sterne beobachtest, wird Auriga in den kühleren Monaten zu einem echten Highlight am Abendhimmel – und es ist eines der besten Sternbilder, um Anfänger*innen den Einstieg zu erleichtern: Es ist einerseits sehr leicht zu finden (dank Capella) und andererseits voller interessanter Ziele (insbesondere die offenen Sternhaufen M36, M37 und M38).
Warum Auriga ein Must-See-Sternbild vom Teide aus ist
Es gibt drei große Gründe, warum Auriga während einer Sternbeobachtung im Teide-Nationalpark so gut funktioniert:
1) Capella ist ein „Himmelsanker“
Capellas scheinbare Helligkeit (visuelle Magnitude) liegt bei etwa 0,08. Damit ist sie der hellste Stern in Auriga und einer der hellsten Sterne am gesamten Himmel.
Praktisch bedeutet das: Wenn du Capella findest, findest du Auriga — und wenn du Auriga gefunden hast, kannst du von dort aus leicht zu nahegelegenen Sternhaufen „weiterhüpfen“.
2) Das Sternbild liegt in einer sternreichen Winterregion
Auriga liegt in der Nähe anderer ikonischer Wintersternbilder, darunter Stier (Taurus) und Zwillinge (Gemini). Diese Himmelsregion ist voll von hellen Sternen, Sternhaufen und Nebeln.
3) Es enthält deep-sky-Objekte, die sich gut mit dem Fernglas beobachten lassen
Auriga beherbergt drei berühmte offene Sternhaufen aus dem Messier-Katalog — M36, M37 und M38 — die zu den schönsten Deep-Sky-Zielen für einfache Teleskope und sogar gute Ferngläser unter dunklem Himmel gehören.
Auriga-Mythologie: Wer ist „der Fuhrmann“?
In der griechischen Mythologie wird Auriga oft mit Erichthonios in Verbindung gebracht, der manchmal als König von Athen beschrieben wird. In einigen Versionen des Mythos steht er in Verbindung mit Hephaistos und wird sogar als Sohn des Hephaistos bezeichnet (oder als durch Hephaistos’ Mitwirkung geboren). Die Identität des Sternbildes als der Fuhrmann hängt mit der Erfindung oder meisterhaften Beherrschung des Pferdegespanns/Wagens zusammen (der vierspännigen Quadriga). Deshalb wird Auriga traditionell mit Zügeln dargestellt.
Manchmal sieht man Auriga mit den Zügeln eines Streitwagens, und in älteren Sternatlanten kann er auch mit einer Ziege und Zicklein erscheinen (ein „Ziegenträger“-Motiv, das mit Capellas Namen und mythologischen Bezügen zusammenhängt). Die wichtigste Erkenntnis fürs Sterneschauen ist einfach: Auriga = das Sternbild des Fuhrmanns — und der helle „Ziegenstern“, den du zur Orientierung nutzt, ist Capella.

So findest du das Sternbild Auriga Schritt für Schritt
Sobald du die Grundform erkannt hast, wirst du merken, dass es noch viele weitere Sterne gibt, die du erkunden kannst — jeder Stern im Sternbild hat seine eigene Geschichte und Bezeichnung (zum Beispiel AE Aurigae, ein berühmter veränderlicher bzw. „runaway“-Stern, der mit dieser Himmelsregion in Verbindung gebracht wird). In vielen klassischen Darstellungen des Fuhrmanns steht Capella weit oben in der Figur, während andere Sterne Bereiche wie die linke Schulter des Fuhrmanns markieren.
Schritt 1 — Finde Capella
Beginne damit, nach einem hellen, gleichmäßig leuchtenden Stern zu suchen, der im Vergleich zu tiefer stehenden Sternen nicht „wild flackert“. Dieser helle Punkt ist Capella — der Stern, den du als „oberstes Licht“ von Auriga betrachten kannst.
Schritt 2 — Erkenne Aurigas „Fünfeck“-Umriss
Wenn du Capella gefunden hast, suche nach einer lockeren Polygon-/Fünfeck-Form aus Sternen, die Capella umgibt. Viele Sternführer beschreiben Auriga als ein „Fünfeck“ oder als eine Art „schiefes Haus“, wobei Capella die auffälligste Ecke bildet.
Schritt 3 — Bestätige mit benachbarten Sternbildern
Eine hilfreiche Referenz in der Nähe ist Elnath (Beta Tauri). Dieser Stern liegt nahe der Grenze zwischen Auriga und Stier (Taurus) und hilft dir zu bestätigen, dass du in der richtigen Winterregion des Himmels schaust.
Um sicherzugehen, dass du richtig liegst:
- Stier (Taurus) befindet sich in der Nähe (achte auf den hellen Stern Aldebaran und den Sternhaufen der Plejaden).
- Zwillinge (Gemini) stehen ebenfalls nahe (mit den beiden hellen „Zwillingssternen“ Castor und Pollux).
Unter Teneriffas dunklem Himmel sind diese „Wegweiser“ an guten Nächten oft sehr klar zu erkennen.







